Der BIU ist Mitveranstalter und ideeller Träger der gamescom, Europas Messe- und Eventhighlight für interaktive Unterhaltung. Als Premierenmesse werden bedeutende Deutschland-, Europa- und Weltneuheiten im Rahmen der gamescom vorgestellt. Die Kombination aus Fachmesse und Publikumsevent macht die Messe zu einem einzigartigen Entertainmenterlebnis für jeden Besucher. Seit 2009 findet die gamescom in der Regel im August eines Jahres in Köln statt. Dienstleister für die Organisation und Durchführung ist die Koelnmesse GmbH, die mit insgesamt 284.000 Quadratmetern Fläche über eines der größten und modernsten Messegelände Deutschlands verfügt. 2011 besuchten über 275.000 Menschen die gamescom, mehr als jemals zuvor.
Geschichte der gamescom
Die Geschichte der gamescom beginnt mit der Games Convention (GC), die zwischen 2002 und 2008 in Leipzig ansässig war. Die Games Convention wurde vom Verband der Unterhaltungssoftware Deutschland (VUD), dem Vorgängerverband des BIU, getragen. Nach Auflösung des VUD übernahm ab 2005 der BIU die Trägerschaft für die Games Convention. Der angestammte Termin für die GC war die zweite Augusthälfte eines jeden Jahres. Die Besucherzahlen stiegen stetig. Kamen bei der Premiere der Games Convention im Jahr 2002 insgesamt 80.000 Besucher und 3.000 Fachbesucher, so lagen die Besucherzahlen im Jahr 2008, dem letzten Jahr in Leipzig, bei beindruckenden 203.000 Besuchern und 14.600 Fachbesuchern. In gleichem Maße vergrößerte sich auch die Ausstellungsfläche von 30.000 auf 115.000 Quadratmeter. Damit war die Games Convention neben der Electronic Entertainment Expo (E3) in Los Angeles und der Tokyo Game Show die wichtigste Entertainment-Messe ihrer Art. Zum Jahr 2009 wurde der Messestandort nach Köln auf das Gelände der Koelnmesse verlegt und gleichzeitig mit der gamescom die größte europäische Messe für interaktive Spiele und Unterhaltung geschaffen.
Konzept der gamescom
Der Erfolg der gamescom beruht auf dem inhaltlichen Konzept der Messe. Sie vernetzt die komplette Wertschöpfungskette der Industrie vom Developer und Publisher über den Handel bis zum Consumer und schafft Gesprächsforen auf allen Ebenen.
- Die entertainment area richtet sich an das spielebegeisterte Privatpublikum. Sie umfasst vier moderne Messehallen mit ca. 80.000 Quadratmetern Fläche und besitzt einen Indoor- und einen Outdoorbereich. Die Besucher der gamescom können hier jeweils die neueste Spielesoftware und -hardware ausprobieren.
- Die business area bietet Raum exklusiv für Aussteller, Fachpublikum und Medien. Aufgrund der hervorragenden Infrastruktur ist dieser Bereich ein Forum für erfolgreiche Geschäfte und intensive Gespräche. Die business area ist der Treffpunkt für die über 17.000 Fachbesucher auf der gamescom.
- Dritte Säule der gamescom ist die Game Developers Conference Europe (GDC Europe), die größte europäische Entwicklerkonferenz. Die dreitägige GDC Europe beginnt zwei Tage vor der gamescom auf dem Gelände der Koelnmesse. Am letzten Konferenztag veranstaltet die gamescom am gleichen Ort ihren Fachbesucher- und Medientag. Die GDC Europe ist die wichtigste Plattform für Entwickler aus Europa, hier werden die neuesten Entwicklertrends vorgestellt und diskutiert. Geprägt ist die Veranstaltung von ihrer internationalen Ausrichtung. Bereits die Premiere der GDC Europe 2009 in Köln war mit ca. 1.500 Teilnehmern ein voller Erfolg.
Neben diesen drei tragenden Säulen bietet die gamescom ein vielfältiges Rahmenprogramm. Das gamescom festival bietet Konzerte, Musik und Unterhaltung in der Kölner Innenstadt, die sich immer zur gamescom in eine Festmeile verwandelt.
gamescom-Award
Jährlich wird auf der gamescom der gamescom-Award verliehen: Mit diesem Preis werden die besten Spiele der Messe prämiert. Alle auf der gamescom ausstellenden Unternehmen können ihre Spiele für den gamescom-Award einreichen und sind teilnahmeberechtigt, sofern der Erscheinungstermin des Spiels auf dem deutschen Markt nicht vor dem Beginn der gamescom liegt und das Spiel in der entertainment area zu sehen und vom Publikum getestet werden kann.
Jugendschutz und Medienkompetenz
Die Games-Branche stellt sich auch auf der Messe ihrer Verantwortung für den Jugendschutz. Die Bestimmungen des deutschen Jugendschutzes werden in den Ausstellungsbereichen konsequent umgesetzt und jugendliche Messebesucher umfassend vor gefährdenden Spielinhalten geschützt. So werden zum Beispiel Alterskontrollen an den Ständen der Aussteller durchgeführt.
Zudem hat die gamescom mit dem Konzept gamescom campus einen Themenbereich für Medienkompetenz und Medienpädagogik geschaffen. Hier findet auch der gamescom congress statt, der aktuelle und gesellschaftliche Themen der Games-Branche behandelt.
Partnerland
2010 wurde der internationale Kurs der gamescom weiter ausgebaut: Kanada wurde erstes Partnerland und stand damit im Fokus der gamescom. Herzstück des Partnerlandes Kanada war der Canada Pavillion, auf dem sich kanadische Unternehmen präsentierten und für Fragen zur Verfügung standen.
2011 war mit dem Vereinigten Königreich Großbritannien und Nordirland (United Kingdom – UK) Europas größter Gamesmarkt das Partnerland der gamescom. Wie bereits im Vorjahr haben Unternehmen aus UK sich und ihre Spiele auf der gamescom präsentiert.
Die Erfolge der gamescom
Bereits im ersten Jahr ihres Bestehens in Köln hat sich die gamescom als wichtigster Messetermin der Games-Branche in Europa etablieren können. Dies belegen die eindrucksvollen Besucherzahlen von 2009. Insgesamt kamen 245.000 Besucher nach Köln, darunter 17.300 Fachbesucher. Über 4.100 Journalisten aus 49 Ländern berichteten von der Messe.
2010 konnten die Besucherzahlen erneut gesteigert werden. Mit 505 Ausstellern aus 33 Ländern, 254.000 Besuchern - davon 18.900 Fachbesucher und 4.400 Journalisten aus 49 Ländern - konnte die Erfolgsgeschichte fortgeschrieben werden.
Diese Zahlen konnten 2011 erneut gesteigert werden: Über 275.000 Besucher konnten sich bei 557 Ausstellern aus rund 40 Ländern über die neuesten Gaming-Trends informieren. Darunter waren 21.400 Fachbesucher aus mehr als 70 Ländern und mehr als 50 Medienvertreter aus etwa 50 verschiedenen Ländern.