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Serious Games

Serious Games sind Computerspiele und Software-Anwendungen, die sich die Technologien und Spielmechanismen der Games-Branche zu Nutze machen, aber nicht vorrangig der Unterhaltung dienen. In Deutschland als Nischenthema behandelt, bilden Serious Games im angloamerikanischen Raum die Schnittstelle zwischen Unterhaltungstechnologien und Anwendungen im institutionellen Bereich sowie im Bildungssektor. 

Man findet Serious Games in der Bildung und Weiterbildung, in der Medizin, im Verteidigungssektor und zunehmend auch als Instrument der politischen Kommunikation. Ein entscheidender Vorteil ist das Lernen in einer sicheren und realitätsnahen Umgebung. So können in einem Flugsimulator oder bei einer virtuellen Simulation von Katastrophen oder Unfällen schwierige Situationen in Echtzeit trainiert werden.

Laut einer Studie aus dem Jahr 2008 (Ute Ritterfeld, Serious Games: Mechanisms and Effects, New York) setzen sich 63 % der Serious Games mit Themen im schulischen Kontext auseinander, 14 % mit gesellschaftlich relevanten Themen, 10% werden zur beruflichen Weiterbildung eingesetzt, 8 % behandeln Themen aus dem Bereich Medizin und Gesundheit, 5 % finden Einsatz für militärische Zwecke und ca. 1 % sind reine Marketing Games.

Serious Games werden im angloamerikanischen Sprachraum bereits seit 2002 als Konferenzthema und Forschungsschwerpunkt behandelt. Seit einigen Jahren wächst auch in Deutschland das Interesse. Der BIU organisiert seit 2007 zusammen mit der nordmedia – Die Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen mbH die eintägige Serious Games Conference, die jährlich im Rahmen der CeBIT stattfindet und verleiht seit 2009 im Rahmen dieser Veranstaltung die Serious Games Awards.