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Arbeitsmarkt

Die Games-Industrie bildet einen zentralen Bestandteil der Kultur- und Kreativwirtschaft in Deutschland. Entlang der gesamten Wertschöpfungskette von Computer- und Videospielen sind nach Schätzungen des BIU aktuell etwa 10.000 Menschen in Deutschland festangestellt oder freiberuflich tätig. Etwa 250 Unternehmen befassen sich hautpsächlich mit der Entwicklung oder Vermarktung von Games.

Besonders in den Regionen Nordrhein-Westfalen, Bayern, Rhein-Main, Hamburg und Berlin sorgen Games für neue Arbeitsplätze. Große internationale Spiele-Publisher wie Sony, Ubisoft und Electronic Arts sind hier seit Jahren präsent und kooperieren mit deutschen Entwicklungsfirmen. Darüber hinaus avanciert Deutschland aktuell zu einem der weltweit wichtigsten Produktionsstandorte für Online- und Browser-Games. Unternehmen wie Bigpoint, Gameforge oder Wooga haben sich international einen Namen machen können und exportieren ihre Spiele mittlerweile in mehr als 50 Länder weltweit. Das wirkt sich ausgesprochen positiv auf den deutschen Arbeitsmarkt aus. Neben dem klassischen Game-Designer sind vor allem Fachkräfte in den Bereichen Webprogrammierung und Serverentwicklung stark nachgefragt. Aber auch in verwandten Zweigen der Internetwirtschaft, die an der Produktion und dem Betrieb von Online-Games beteiligt sind, ist eine steigende Nachfrage zu verzeichnen.

Zu den wichtigsten Berufsfeldern im Bereich Games-Entwicklung zählen Game-Designer, Producer, Modeller oder Programmierer. Viele private Schulen bieten kostenpflichtige Angebote an, die spezifisch auf die Spielebranche zugeschnitten sind. Darüber hinaus haben zahlreiche Universitäten entsprechende Bachelor- und Master-Studiengänge neu in ihr Programm aufgenommen. Um der Nachfrage nach qualifizierten Arbeitskräften gerecht zu werden und Deutschland als Entwicklungsstandort nachhaltig zu stärken, wird es in Zukunft notwendig sein, das Ausbildungsangebot im Dialog mit der Wirtschaft weiter auszubauen und gemeinsam Standards zu entwickeln.