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Arbeitsmarkt

Die Games-Industrie bildet einen zentralen Bestandteil der Kultur- und Kreativwirtschaft in Deutschland. Die Computer- und Videospielindustrie beschäftigt rund 13.000 Menschen in Deutschland. Zum Stichtag 31. März 2015 waren 12.726 Menschen bei 450 Unternehmen mit der Entwicklung und dem Publishen – dem Branchenbegriff für das Verlegen – von digitalen Spielen in Deutschland beschäftigt. Der Großteil dieser 450 Unternehmen, nämlich 276, entwickelt schwerpunktmäßig Spiele, 67 haben ihren unternehmerischen Fokus auf das Publishing gelegt. Die übrigen 107 Unternehmen der deutschen Computer- und Videospielbranche agieren sowohl als Entwickler als auch Publisher. Zählt man auch die Beschäftigten hinzu, die sich in angrenzenden Bereichen Computer- und Videospielen widmen – etwa als Fachverkäufer im Einzelhandel, Journalisten, Wissenschaftler, Mitarbeiter von Behörden und Institutionen –, steigt die Anzahl der durch die Computer- und Videospielbranche gesicherten Arbeitsstellen auf 30.231. 

Besonders in den Regionen Nordrhein-Westfalen, Bayern, Rhein-Main, Hamburg und Berlin sorgen digitale Spiele für neue Arbeitsplätze. Große internationale Spiele-Publisher wie Sony, Ubisoft und Electronic Arts sind hier seit Jahren präsent und kooperieren mit deutschen Entwicklungsfirmen. Darüber hinaus entwickelt sich Deutschland aktuell zu einem der weltweit wichtigsten Produktionsstandorte für Mobile-, Online- und Browser-Games. Deutsche Unternehmen wie Gameforge, Goodgame Studios, Innogames oder Wooga haben sich international einen Namen machen können und exportieren ihre Spiele mittlerweile in mehr als 50 Länder weltweit. Das wirkt sich ausgesprochen positiv auf den deutschen Arbeitsmarkt aus. Neben dem klassischen Game-Designer sind vor allem erfahrene Fachkräfte in den Bereichen Web-Programmierung und Serverentwicklung stark nachgefragt. Aber auch in verwandten Zweigen der Internetwirtschaft, die an der Produktion und dem Betrieb von Online-Games beteiligt sind, wie zum Beispiel Anbieter von Online-Payment-Systemen, ist eine steigende Nachfrage zu verzeichnen.

Zu den wichtigsten Berufsfeldern im Bereich Games-Entwicklung zählen Game-Designer, Programmierer, Grafiker oder Producer. Viele private Schulen bieten kostenpflichtige Angebote an, die spezifisch auf die Spielebranche zugeschnitten sind. Darüber hinaus haben zahlreiche Universitäten entsprechende Bachelor- und Master-Studiengänge neu in ihr Programm aufgenommen. Um der Nachfrage der Branche nach qualifizierten Arbeitskräften gerecht zu werden und Deutschland als Entwicklungsstandort nachhaltig zu stärken wird es in Zukunft notwendig sein, das Ausbildungsangebot im Dialog mit der Wirtschaft weiter auszubauen und gemeinsam Standards zu entwickeln.