Gamer geben mehr Geld für kostenpflichtige Online-Netzwerke aus

• Umsatz mit kostenpflichtigen Online-Netzwerken steigt innerhalb eines Jahres um 48 Prozent
• Am häufigsten nutzen 20- bis 29-jährige Gamer kostenpflichtige Mitgliedschaften
• Umsatz mit Computer- und Videospielen durchbricht erstmals die Grenze von 2 Milliarden Euro
 
Berlin, 5. Juli 2017 – Kostenpflichtige Mitgliedschaften für Online-Netzwerke wie EA Access, PlayStation Plus und Xbox Live Gold werden bei Spielern in Deutschland immer beliebter: Innerhalb eines Jahres stieg der Umsatz mit entsprechenden Zugängen um 48 Prozent. Während 2015 noch 77 Millionen Euro für die kostenpflichtige Mitgliedschaft in Online-Netzwerken ausgegeben wurde, waren es 2016 bereits 114 Millionen Euro. Das gab heute der BIU – Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware auf Basis von Daten des Marktforschungsinstituts GfK bekannt. Besonders beliebt sind die kostenpflichtigen Angebote bei Spielern zwischen 20 und 29 Jahren: Rund jeder dritte Nutzer (34 Prozent) entsprechender Angebote gehört zu dieser Altersgruppe. Auch die 10- bis 19-jährigen (23 Prozent) und 30- bis 39-jährigen Gamer (21 Prozent) nutzen die kostenpflichtigen Mitgliedschaften häufig. Der Anteil der 40- bis 49-jährigen (13 Prozent) und über 50-jährigen Spieler (9 Prozent) fällt dagegen geringer aus.

„Die Mitgliedschaft in Online-Netzwerken entwickelt sich für immer mehr Spieler zu einem attraktiven Angebot.“
Felix Falk, Geschäftsführer BIU
 

„Die Mitgliedschaft in Online-Netzwerken entwickelt sich für immer mehr Spieler zu einem attraktiven Angebot. Für wenige Euro pro Monat bekommen sie umfangreiche Möglichkeiten, mit Freunden oder anderen Spielern auf der ganzen Welt mit- und gegeneinander zu spielen sowie Zugriff auf zahlreiche und immer wieder neue Games“, erklärt BIU-Geschäftsführer Felix Falk die wachsende Beliebtheit.
 
Die kostenpflichtigen Mitgliedschaften in entsprechenden Online-Netzwerken bieten den Nutzern diverse Vorteile: Insbesondere auf Spielekonsolen bieten sie unterschiedliche Möglichkeiten, online mit- und gegeneinander zu spielen. Die meisten Dienste beinhalten auch den Zugang zu wechselnden Computer- und Videospielen, die auf den Spielekonsolen oder dem PC installiert werden können. Auch Rabatte für weitere Games und Spiele-Erweiterungen auf den dazugehörigen Download-Portalen, der frühere Zugriff auf neu erscheinende Titel sowie ein Cloud-Speicher für Spielstände gehört oftmals zum Leistungsumfang. Die kostenpflichtigen Mitgliedschaften kosten zwischen 4 und 10 Euro pro Monat.

Gesamtmarkt für Computer- und Videospiele entwickelt sich stabil

Der Markt für digitale Spiele konnte 2016 weiter kräftig wachsen: Im vergangenen Jahr wurden mit Games für PC, Konsole, Handheld, Smartphone und Tablet sowie Gebühren für Online-Netzwerke wie PlayStation Plus und Xbox Live Gold 2,13 Milliarden Euro umgesetzt. Im Vergleich zu 2015 entspricht dies einer Steigerung von 7 Prozent. Damals betrug der Umsatz noch 1,99 Milliarden Euro. Erstmals wurde damit die Umsatz-Schwelle von 2 Milliarden Euro für Computer- und Videospiele in Deutschland durchbrochen. Der Markt für Spielekonsolen und entsprechende Peripherie wie Gamepads verzeichnete dagegen einen Rückgang um 15 Prozent auf 747 Millionen Euro. Der Gesamtmarkt, bestehend aus Computer- und Videospielen, Gebühren für Online-Netzwerke, Hybrid Toys sowie Spielekonsolen und Peripherie, entwickelte sich 2016 insgesamt stabil: Wie 2015 wurden auch 2016 2,9 Milliarden Euro in Deutschland in diesem Bereich umgesetzt.
 
Weitere Informationen zum deutschen Games-Markt finden Sie unter folgendem Link: https://www.biu-online.de/blog/2017/04/04/starke-nachfrage-nach-computer-und-videospielen-umsatz-waechst-um-7-prozent/

Informationen zu den Marktdaten

Die verwendeten Daten basieren auf Erhebungen des GfK Consumer Panels, der GfK Entertainment und der GfK POS Measurement. Die GfK verwendet Erhebungsmethoden zur Erfassung der Daten des deutschen Marktes für digitale Spiele, die weltweit und qualitativ einmalig sind. Hierzu gehören unter anderem eine für die gesamte deutsche Bevölkerung repräsentative laufende Befragung von 25.000 Konsumenten zu ihren Einkaufs- und Nutzungsgewohnheiten bei digitalen Spielen sowie ein Handelspanel. Die Datenerhebungsmethoden erlauben einen einmaligen Einblick in den deutschen Markt für Computer- und Videospiele. Bitte beachten Sie: Abweichungen zwischen den diesjährigen Umsatz-Angaben des Hardware-Marktes für das Jahr 2015 zu den Angaben aus dem vergangenen Jahren für das Jahr 2015 resultieren aus einer Anpassung der berücksichtigten Produkte. Neu hinzugekommen ist Gaming-Peripherie wie Gamepads.

Informationen zum BIU

Der BIU – Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware e.V. ist der Verband der deutschen Computer- und Videospielindustrie. Seine 28 Mitglieder sind Entwickler, Publisher und Anbieter von digitalen Spielen und repräsentieren über 85 Prozent des deutschen Marktes. Der BIU ist beispielsweise Träger der gamescom. Als kompetenter Ansprechpartner für Medien sowie politische und gesellschaftliche Institutionen beantwortet der BIU alle Fragen rund um das Thema digitale Spiele.

Pressekontakt:

Martin Puppe
BIU – Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware e.V.
Charlottenstraße 62
10117 Berlin
Tel.: 030 2408779-20
Fax: 030 2408779-11
E-Mail: puppe@biu-online.de
www.biu-online.de
Twitter: @BIU_eV
Facebook.com/BIUeV

Martin Puppe
Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
+49 30 240 8779 20