Arbeitsmarkt

Arbeitsmarkt

Die Games-Industrie bildet einen zentralen Bestandteil der Kultur- und Kreativwirtschaft in Deutschland. Die Computer- und Videospielindustrie beschäftigt rund 11.000 Menschen in Deutschland. Zum Stichtag 1. April 2017 waren 11.140 Menschen bei 521 Unternehmen mit der Entwicklung und dem Publishing – dem Branchenbegriff für das Verlegen – von digitalen Spielen in Deutschland beschäftigt. Der Großteil dieser 521 Unternehmen, nämlich 460, entwickelt schwerpunktmäßig Spiele, 61 haben ihren unternehmerischen Fokus auf das Publishing gelegt. Zählt man auch die Beschäftigten hinzu, die sich in angrenzenden Bereichen Computer- und Videospielen widmen – etwa als Fachverkäufer im Einzelhandel, Journalisten, Wissenschaftler, Mitarbeiter von Behörden und Institutionen –, steigt die Anzahl der durch die Computer- und Videospielbranche gesicherten Arbeitsstellen auf 28.460.

 

Besonders in den Regionen Nordrhein-Westfalen, Bayern, Rhein-Main, Hamburg und Berlin sorgen digitale Spiele für neue Arbeitsplätze. Große internationale Spiele-Publisher wie Sony, Ubisoft und Electronic Arts sind hier seit Jahren präsent und kooperieren mit deutschen Entwicklungsfirmen. Darüber hinaus entwickelt sich Deutschland aktuell zu einem der weltweit wichtigsten Produktionsstandorte für Mobile-, Online- und Browser-Games. Deutsche Unternehmen wie Gameforge, Travian Games, Innogames oder Wooga haben sich international einen Namen machen können und exportieren ihre Spiele mittlerweile in mehr als 50 Länder weltweit. Das wirkt sich ausgesprochen positiv auf den deutschen Arbeitsmarkt aus. Neben dem klassischen Game-Designer sind vor allem erfahrene Fachkräfte in den Bereichen Web-Programmierung und Serverentwicklung am deutschen Arbeitsmarkt stark nachgefragt. Aber auch in verwandten Zweigen der Internetwirtschaft, die an der Produktion und dem Betrieb von Online-Games beteiligt sind, wie zum Beispiel Anbieter von Online-Payment-Systemen, ist eine steigende Nachfrage zu verzeichnen.

 

Zu den wichtigsten Berufsfeldern im Bereich Games-Entwicklung zählen Game-Designer, Programmierer, Grafiker oder Producer. Viele private Schulen bieten kostenpflichtige Angebote an, die spezifisch auf die Spielebranche zugeschnitten sind. Darüber hinaus haben zahlreiche Universitäten entsprechende Bachelor- und Master-Studiengänge neu in ihr Programm aufgenommen. Um der Nachfrage der Branche nach qualifizierten Arbeitskräften gerecht zu werden und Deutschland als Entwicklungsstandort nachhaltig zu stärken wird es in Zukunft notwendig sein, das Ausbildungsangebot im Dialog mit der Wirtschaft weiter auszubauen und gemeinsam Standards zu entwickeln.